Vertreterversammlung 21.05.2015

Volksbank setzt auf Doppelstrategie

Vertreterversammlung beschließt fünfprozentige Dividenden

Borchen/Paderborn. Das eine tun ohne das andere zu lassen. Mit dieser Devise begegnet die Volksbank Elsen-Wewer-Borchen den immer unterschiedlicheren Bedürfnissen und Wünschen ihrer Mitglieder und Kunden. "Wir zeigen uns offen für die neuesten elektronischen Entwicklungen im Bereich der Kommunikation, werden aber weiterhin den uneingeschränkten persönlichen Kontakt zu uns und unseren Mitarbeitern bieten", meinte Vorstandsmitglied Hartmut Lüther jetzt auf der Vertreterversammlung in der Gemeindehalle von Nordborchen.

Dass die heimische Kreditgenossenschaft mit dieser Marschrichtung erfolgreich auf dem hart umkämpften Finanzmarkt der Region unterwegs ist, zeigt nicht nur das von Lüther vorgestellte Zahlentableau des vergangenen Jahres. Auch Borchens Bürgermeister Reiner Allerdissen, wie sein Paderborner Amtskollege Michael Dreier Ehrengast der Versammlung, unterstrich in einem Grußwort die Bedeutung der Kreditgenossenschaften im Allgemeinen und die der Volksbank Elsen-Wewer-Borchen im Besonderen. Allerdissen: "Die Unterstützung durch die Volksbank ist überall zu spüren. Mit ihrer tiefen Verwurzelung in der Region waren und sind die Genossenschaftsbanken ein Fels in der Brandung der Finanzkrise."

Aktuellen Herausforderungen wie Niedrigzinsniveau oder zunehmende regulatorische Belastung zum Trotz: Der Vorstand der Volksbank Elsen-Wewer-Borchen hat ein zufrieden stellendes Fazit des Geschäftsjahres 2014 gezogen. Hartmut Lüther: "Verlauf und Ergebnis entsprechen unseren Erwartungen." Wachstumsmotor im Berichtsjahr war die gestiegene Kreditnachfrage. Insgesamt 637 neue Darlehn an private und gewerbliche Investoren ließen die Summe der Ausleihungen um 4,4 Prozent auf 186 Millionen Euro ansteigen. Eine kundenorientierte Anlageberatung führte zu einem Anstieg des gesamten, von der Bank verwalteten Kundenanlagevolumens von 3,5 Prozent auf 330 Millionen Euro. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 2,1 Prozent und erreichte einen Stand von 250 Millionen Euro.

Stark gefragt war die Volksbank 2014 bei ihren 15.600 Kunden als Allfinanz-Institut. Das lebhafte Dienstleistungsgeschäft (Versicherungen, Bausparen und Immobilien-Vermittlung) spiegelt sich auch in einem höheren Provisionsergebnis wider. Das Institut schüttet wieder eine fünfprozentige Dividende an seine 8.305 Anteilseigner (darunter 193 neue Mitglieder) aus. Den entsprechenden Beschluss fasste die Vertreterversammlung (Leitung: Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Kamp) einstimmig.

Mit dem gleichen Ergebnis wurde der Jahresabschluss festgestellt sowie Vorstand und Aufsichtsrat entlastet. Auch die (Wieder-)Wahl von Franz-Josef Berlage in das Kontrollgremium der Bank erfolgte ohne Gegenstimmen.

Bildzeile v.l.: Vorstand Hartmut Lüther, Aufsichtsrat Franz-Josef Berlage, Prof. Nikloaus Risch, Bürgermeister Reiner Allerdissen, Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Kamp, Bürgermeister Michael Dreier, Vorstand Aloys Lohmeier

Mit den Zukunftschancen der Region Ostwestfalen-Lippe beschäftigte sich am Ende der Versammlung Paderborns ehemaliger Uni-Rektor Professor Nikolaus Risch.